Was gehört auf den Floristentisch?
Der Tisch ist die Werkbank. Auf der linken Seite liegt das Blattgrün, in der Mitte die Blüten, rechts das kleine Werkzeug. Ein Bündel Binddraht, eine Rolle Floristenband, eine Schere, ein kleiner Klebebandhalter und ein flaches Schälchen mit Wasser für die Stiele stehen in Reichweite. Das Blatt ist die Basis: Es umhüllt den Stielansatz, verdeckt den Draht und gibt der Blume Halt, bevor überhaupt eine Befestigung gewählt wird.
Floristen arbeiten mit einem speziellen Klebstoff, der auf feuchten Stielen hält und beim Trocknen klar bleibt. Er kommt sparsam zum Einsatz, an Blütenansätzen und an Stellen, die später nicht sichtbar sind. Der Bindepunkt dagegen ist eine Wicklung: Draht wird um Stiel und Blatt gelegt, dann mit Floristenband überzogen, damit die Hand nichts Kratzendes berührt. Wer eine Ansteckblume für ein Fest bindet, prüft am Tisch, ob sie aufrecht steht, ohne dass der Draht den Stoff berührt. Wie ein solcher Punkt am fertigen Stück sitzt, beschreibt die niederländische Arbeitshilfe zum corsage magneet bevestigen in aller Kürze, von der Blüte bis zur Stelle am Revers.
Das kleine Material kommt aus dem Großhandel und wandert über die Theke in die Werkstatt. Bänder, Drähte, Magnete und Nadeln liegen dort in Schubladen, nach Stärke sortiert. Am Tisch zählt nur, was in der Hand liegt.
Wie befestigt man eine Ansteckblume mit einem Magneten?
Ein Magnet arbeitet in zwei Teilen. Ein kleiner, starker Scheibenmagnet wird am Rücken der Blume befestigt, ein zweiter gleicher Größe kommt auf die Innenseite des Stoffes. Zwischen beiden liegt das Gewebe. Die Blume hält, ohne dass eine Nadel den Stoff durchdringt, und lässt sich abnehmen, ohne Spuren zu hinterlassen.
Die Pose ist einfach: Die Blume wird an die Außenseite des Revers gelegt, der Gegenmagnet von innen dagegengeführt, bis beide einrasten. Bei feinem Stoff, etwa Seide oder dünnem Leinen, sitzt der Magnet sicher, solange die Blume nicht schwer ist. Bei grobem Wollstoff hält er weniger zuverlässig, weil die Fasern den Abstand vergrößern. Dann hilft ein zweites Magnetpaar oder eine andere Technik.
Zwei Gegenanzeigen gehören an den Tisch. Menschen mit einem Herzschrittmacher sollten keinen starken Magneten am Körper tragen. Auch Karten mit Magnetstreifen, etwa Bankkarten oder Zimmerschlüssel, gehören nicht in die Nähe, weil die gespeicherten Daten gestört werden können. Wer eine Blume für Gäste bindet, legt deshalb ein Kärtchen mit dem Hinweis in die Schachtel.
Wie befestigt man eine Ansteckblume mit einer Nadel?
Die Nadel ist die ältere und die festere Lösung. Eine lange Floristennadel mit Perlenkopf wird von innen durch den Stoff geführt, durch den Bindepunkt der Blume, und außen wieder eingestochen. Der Stoff wird also durchdrungen, dafür sitzt die Blume auch bei Bewegung, Wind und Tanz.
Am Tisch wird die Nadel vorbereitet: Sie wird durch den Draht des Bindepunkts geschoben, nicht durch die Blüte. So bleibt die Blüte unverletzt, und die Nadel findet immer dieselbe Stelle. Beim Anlegen prüft der Florist, ob der Stoff an dieser Stelle doppelt liegt, etwa an einem Revers oder einer Knopfleiste. Ein einzelner Stoff liegt zu locker, die Nadel wandert.
Für schwere Blumen mit mehreren Blüten wird eine zweite Nadel gesetzt, versetzt zur ersten. Beide werden innen mit einem kleinen Gummistück oder einer Verschlusskappe gesichert, damit die Spitzen nicht am Körper reiben. Bei empfindlichem Stoff bleibt die Nadel die Ausnahme; hier ist der Magnet die schonendere Wahl.
Wie verwendet man einen Bindepunkt für eine Ansteckblume?
Der Bindepunkt ist die Verbindung zwischen Blume und Befestigung. Er entsteht am Tisch aus Draht und Band. Zuerst werden Stiele und Blatt zu einem festen Bündel gelegt. Dann wird ein dünner Blumendraht mehrfach um das Bündel gewickelt, etwa zwei Fingerbreit unter der Blüte. Die Wicklung darf nicht einschneiden, sie soll halten.
Über die Wicklung kommt Floristenband. Es wird straff gezogen, damit es sich an den Draht legt, und am Ende mit dem Daumen angedrückt. Das Band schützt die Hand und gibt dem Punkt eine glatte Oberfläche. An genau dieser Stelle wird später die Nadel durchgeschoben oder der Magnet befestigt. Der Punkt ist also die Schnittstelle, nicht die Blume selbst.
Ein guter Bindepunkt bleibt auch nach Stunden fest. Er wird am Tisch geprüft, indem die Blume an ihm hochgehoben wird. Sitzt der Punkt, kann die Befestigung gewechselt werden, ohne die Blume neu zu binden. Für eine Blume im Haar wird der Punkt flach gearbeitet, damit er unter einer Frisur verschwindet. Für die Blume am Ohr, die ohne Stoff auskommt, wird der Punkt an einem kurzen Drahtbügel befestigt, der hinter das Ohr greift.
Was entscheidet die Wahl der Befestigung?
Drei Dinge entscheiden: das Gewicht der Blume, die Art des Stoffes und der Anlass. Eine leichte Blüte an feinem Stoff trägt der Magnet. Eine schwere Blume an festem Revers verlangt die Nadel. Ein Bindepunkt ist in beiden Fällen die Grundlage, weil er die Blume zusammenhält und die Befestigung aufnimmt.
Am Tisch wird deshalb zuerst gebunden, dann gewogen, dann entschieden. Wer für einen Festtag mehrere Blumen bindet, legt zu jeder ein Magnetpaar und eine Nadel bereit. So bleibt die Wahl beim Träger. Der Rest ist Handwerk: Blatt, Draht, Band, ein ruhiger Griff, und die Blume sitzt.